
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen
Chinesisches Sprichwort
Da für 2010 in Germering die Vereinigung der drei katholischen Pfarreien zu einer "Stadtkirche" geplant ist, haben sich VertreterInnen der drei Pfarreien mehrmals getroffen, um die "Phase II" vorzubereiten und den Rückmeldebogen wieder gemeinsam auszufüllen. Es geht dabei um die Grundvoraussetzungen und die Möglichkeiten der Vernetzung und Kooperation.
Als Grundvoraussetzung wurde dabei von allen angesehen, dass jede Pfarrei in rechtlicher wie pastoraler Hinsicht eigenständig bleibt. Es ist keine Fusion der Kirchenstiftungen gewünscht. Eine weitere Forderung zur Identitätsstiftung ist ein fester Ansprechpartner (= Seelsorger) für jede Pfarrei.
Möglichkeiten zur Vernetzung und Kooperation bestehen
Anfang November sollen die Pfarrangehörigen aller drei Pfarreien über den Stand der Dinge informiert werden, und zwar zunächst in St. Cäcilia. Wenn Klarheit über die personelle Ausstattung der künftigen Stadtkirche besteht, folgt ein weiterer Informationsabend in St. Martin oder in St. Johannes Bosco. Wenn dann im Herbst 2010 die "Stadtkirche Germering" in Vollbesetzung startet, sollen alle Germeringer BürgerInnen durch eine Veranstaltung in der Stadthalle informiert werden.
Am 26. September 2009 hat sich auch eine Delegation aus allen drei Pfarreien bei Herrn Pfarrer Heindl in Traunstein über die Erfahrungen beim Aufbau der dortigen Stadtkirche informiert. Vier Pfarreien wurden dort zu einer Stadtkirche vereinigt. Die Pfarreien bleiben selbständig, es gibt keine Auflösung der Kirchenstiftungen. Die Ziele der Seelsorge werden den Kooperationsvertrag bestimmen, der noch abzuschließen ist. Es sind in Traunstein ein Priester/Pfarrer und ein Gemeindereferent für je zwei Pfarreien zuständig. Darüber hinaus gibt es noch einen Kaplan und eine Pastoralreferentin mit halber Stundenzahl. In jeder Pfarrei ist ein Seelsorger als Ansprechpartner, sowie eine Pfarrsekretärin. Die Sekretärinnen übernehmen als erste Anlaufstelle in der Pfarrei auch Seelsorgefunktion. Ganz wichtig ist für Herrn Pfarrer Heindl aber die Kommunikation mit den Mitgliedern der Pfarreien. Es ist wichtig, die Leute reden zu lassen, ihre Sorgen, Ängste und Bedürfnisse anzuhören und ernst zu nehmen, und dann in der Reaktion ehrlich zu sein.
Aus dem bisherigen Verlauf der Zusammenarbeit dürfen wir nach meiner Meinung zuversichtlich sein, dass wir als "pilgerndes Volk Gottes" miteinander unterwegs sind und alles tun werden, damit möglichst viele Menschen, die Interesse am Glauben haben, auf diesem Weg zur Stadtkirche Germering mitgehen können!
Isolde Sauer
für St. Cäcilia, St. Martin und St. Johannes Bosco